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Lina

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Geschichte

Die Lina war ein Stahldampfer der im Jahre 1879 bei der Werft "Newcastle on Tyne" in Großbritannien gebaut wurde. Es war die Zeit in der die Stahlschiffe über die Segelschiffe siegten und damit die die Hauptrolle im Frachtgeschäft übernahmen. Manchmal konnte es passieren, daß ein schnelles Segelschiff mit Stahlrumpf ein Dampfschiff schlug. Es war aber klar, daß die Zeiten der Segelschiffe in der Frachtschifffahrt vorbei waren. Die Zukunft gehörte den schwarzen, rauchigen segellosen Stahlriesen. Der Rumpf der Lina war aus Stahl, der so schlank war, daß er an Segelschiffe erinnerte. Das Hauptdeck aus Holz erstreckte sich von Bug bis Heck. Mittig gab es einen Aufbau aus Holz und Stahl. Die Laderäume waren vor und hinter dem Aufbau mit jeweils einem Mast und Ladekränen zur Verladung der Güter. Der hohe Schornstein über der Dampfmaschine ragte direkt hinter der Kommandobrücke empor. Der hohe und gerade Bug hatte zwei Anker , die mit einem besonderen Kran hochzogen wurden. Nicht wie üblich mit den Ankerlüsen an beiden Seiten. Das mit einem Ruder und Schrauben war elegant nach dem Vorbild der Klipper (schnelle Segelschiffe) gestaltet.


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Die Lina heute

Die Namen des Schiffes

Die Weltmeere haben die Lina unter vielen Namen gesehen. Bevor ihr Eigentümer, die "Societa Adriatica" aus Bari, sie im Jahre 1901 kaufte war sie als "Ville de Namour" und "Nueva Estramandura" unterwegs. Die Adriatica verkehrte im Mittelmeerbereich und beförderte Öl und Wein aus der italienischen Provinz Puglia nach Nordeuropa und auf der Rückkehr Kohle aus Cardiff. Auch in den Händen des neuen Eigners diente die Lina gut bis zum Beginn des 1. Weltkriegs.

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Taucher an der Lina

Der Untergang

In der Nacht des 14. Januar 1914 verlor die Besatzung, unter dem Kommando von Kapitän Giuseppe Cicconardi, während der Fahrt durch Vela Vrata wegen dichtem Nebel die Orientierung. Das ist die Durchfahrt zwischen der Küste Istriens und der Insel Cres. Sie lief mit voller Wucht auf ein nahe gelegenes Riff nahe dem Kap Pecen auf. Das Schiff versank schnell. In den Unterlagen der Gesellschaft finden sich keine Angaben, ob es bei diesem Schiffbruch Verunglückte gab.

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Im Inneren der Lina
Tauchen am Wrack der Lina

Die Lina war lange ein Namenloses Wrack. Fischer hüteten sich vor dem Wrack, da sie befürchteten ihre Netze zu verlieren. Im Jahre 1978 nach dem ein Artikel in der damaligen Zeitschrift "More" über das Wrack veröffentlicht wurde, meldete sich ein Leser der sie als Lina identifizierte. Das Wrack liegt auf Sand mit dem Bug (Tiefe ca. 20m) zur Küste der Insel Cres. Bei guter Sicht kann man ihn von der Wasseroberfläche aus sehen. Der Grund fällt zum Heck hin ab, so daß es in ca. 55m tiefe liegt. Im Normalfall ist am Bug eine Boje befestigt an der man senkrecht abtaucht. Am Bug kann man gut die beiden Anker erkennen. Das hölzerne Hauptdeck ist im Lauf der Jahre zerfallen. Die querlaufenden Stahlfassungen auf den das Holz befestigt war sind noch an ihrem Platz. So kann man von oben das Schiffsinnere besichtigen ohne hineinzutauchen.

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Das zerfallene Oberdeck
Die Laderäume sind leer. Die Kommandobrücke ist auch zerfallen, da die Wände aus Holz bestanden. An dieser Stelle steht immer noch das Ruderradgestell. Ein Aufbauteil hinter der Brücke ist aus Metall und gut erhalten. Durch die Tür gelangt man in den Maschinenraum bis zum Kessel und der Dampfmaschine. Das Wrack ist im Innern weniger bewachsen als außen. Auf dem Oberdeck kann man den Schorstein liegen sehen. Dort kann man ein blechernes "G" erkennen, das Symbol der Schifffahrtsgesellschaft "Adriatica" und gleichzeitg der Anfangsbuchstabe der Eigentüerfamilie Granata.

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Oberdeck

Hinter dem Aufbau befindet sich der ebenfalls leere Heckladeraum. Die Schraube, die nur zur Hälfte sichtbar ist, liegt auf 55m. Zum langsamen dekomprimieren empfiehlt es sich entlang der Küste aufzutauchen und nicht an der Boje. Dort kann man noch eine kleine Höle besichtigen. Auch die Küste weist mit ihren Rissen ein gutes Versteck für Fische auf, so das die Dekozeit nicht langweilig wird.

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